Woher bekomme ich die besten Eiswürfel?

Egal ob Wasser, Schorle oder Softdrinks, an einem heißen Sommertag ist ein kühles Getränk die perfekte Erfrischung. Um das Glas weiterhin kalt zu halten, greifen wir gerne zu Eiswürfeln. Diese praktischen Helfer passen in jedes Glas und sind dazu auch noch einfach zu dosieren.

Gleichzeitig sind Eiswürfel sehr effektiv in der Verwendung. Sie kühlen dein Getränk direkt ab und halten die Temperatur für längere Zeit. Hier geben wir dir einige Tipps, wir du Eiswürfel selber machen kannst und welche Alternativen es gibt.

Eiswürfel kaufen oder herstellen?

Du hast bestimmt schon einmal die großen Beutel an der Tankstelle oder im Supermarkt gesehen. Üblicherweise sind diese Beutel mehrere Kilogramm schwer und damit nicht gerade leicht zu tragen. Hinzu kommt, dass der Weg zum eigenen Kühlschrank nicht zu lang sein darf, sonst schmilzt das Eis.

Daher ist die bessere Lösung, Eiswürfel selber herzustellen. Dann entfällt der komplette Aufwand rund um den Einkauf und Transport. So gesehen hast du zu Hause alle Möglichkeiten, um dein eigenes Eis zu produzieren. Einmal den Wasserhahn aufdrehen und eine die Form ins Gefrierfach legen. Einfacher geht es kaum.

Eiswürfel selber machen

Grundsätzlich führen hier viele Wege zum Ziel. Es gibt mehrere Möglichkeiten, mit denen du deine eigenen Eiswürfel selber machen kannst. Der größte Vorteil sind vor allem die geringen Kosten. Genauer gesagt kostet dich Leitungswasser nur einen Bruchteil eines Cents. Außerdem bestimmst du selbst, wie viel Eis du wirklich brauchst.

Eiswürfelform

Foto einer Eiswürfelform im Gefrierfach

Die Abstand simpelste Methode ist die Verwendung einer Eiswürfelform. Du füllst sie lediglich mit Wasser und stellst sie ins Gefrierfach. Achte darauf, dass die Form waagerecht ausgerichtet ist, ansonsten läuft das Wasser über. Sobald das Wasser gefroren ist, sind die Würfel fertig.

Leider ist das Entnehmen der Eiswürfel bei Formen aus Kunststoff eher mühsam. Um sie tatsächlich herauszubekommen müsstest du die Form samt Inhalt auf dem Tisch ausklopfen. Allerdings könnte das Eis dadurch in viele Stücke zerfallen. Neben dem ganzen Lärm kommt noch eine strapazierte Tischplatte hinzu.

Es gibt aber einen simplen Trick, mit dem du das Eis schneller aus der Form bekommst. Das Stichwort lautet: Warmes Wasser. Lege einen Behälter ins Spülbecken und halte die Eiswürfelform danach unter das Wasser. Durch die Wärme schmilzt das Eis an der Form, sodass sich die Würfel bereits nach kurzer Zeit lösen und in dem Behälter fallen.

Wenn dir das zu umständlich ist, greifst du am besten zu einer Eiswürfelform aus Silikon. Durch das flexible Material bekommst du das Eis kinderleicht aus der Form. Zudem lässt sie sich wesentlich einfacher reinigen.

Übrigens, Eiswürfelformen sind in den unterschiedlichsten Farben und Formen erhältlich. Anstatt den klassischen Würfeln kannst du beispielsweise Eiskugeln selber machen. Falls du keine Eiswürfelform zur Hand hast, empfehlen wir eine leere Pralinenschachtel als Ersatz.

Eiswürfelbeutel

Foto eines Eiswürfelbeutels

Ebenfalls gängig sind sogenannte Eiswürfelbeutel zum Selbstbefüllen. Im Prinzip sind das Folienbeutel, die mit mehrere Kammern versehen sind. Du kannst sie dir gut als Luftpolsterfolie vorstellen. Der einzige Unterschied ist, dass du den Eiswürfelbeutel mit Wasser füllst und ins Gefrierfach legst.

Um zu verhindern, dass das Wasser aus dem Beutel läuft, sind die meisten Modelle selbstschließend. Der spezielle Verschluss erlaubt es dir, Wasser in wenigen Sekunden durch den Trichter füllen zu können. Drehst du den Beutel nun auf dem Kopf, schließt sich das Ventil automatisch.

Trotz dieses Systems gibt es einige Eiswürfelbeutel, die du mit der Hand zuknoten musst.

Genauso wie herkömmliche Eisformen sind Eiswürfelbeutel in diversen Größen und Designs erhältlich. In der Regel sind ihre Kammern kugelförmig, jedoch sind die Eiswürfel im Ergebnis relativ unregelmäßig.

Außerdem sind die Folienbeutel nicht besonders umweltfreundlich, weil du sie nach jeder Benutzung wegwerfen musst. Bei gelegentlicher Nutzung sind Eiswürfelbeutel in Ordnung, auf Dauer lohnt sich allerdings eine feste Form mehr.

Wie lange brauchen Eiswürfel zum Gefrieren?

Generell brauchst ein wenig Geduld, wenn du Eiswürfel selber herstellst. Wie schnell das Wasser gefriert, hängt zum einen von der Umgebungstemperatur ab. Je niedriger die Temperatur ist, desto schneller bilden sich die ersten Eiskristalle.

Zum anderen ist die Größe der Würfel entscheidend. Umso mehr Volumen ein Eiswürfel hat, desto länger dauert der Gefriervorgang. Erfahrungsgemäß dauert es bei einer Temperatur von -15 °C und einer Kantenlänge von 3 cm etwa 4 Stunden, bis alle Eiswürfel durchgefroren sind.

Im Grunde genommen friert das Wasser immer von außen nach innen ein. Es kann daher sein, dass der Eiswürfel bereits nach kurzer Zeit gefroren aussieht, in Wirklichkeit aber noch innen flüssig ist. Um das Herauszufinden kannst du die Form ein wenig schütteln und schauen, ob sich das Wasser noch bewegt.

Oft hört man den Tipp, heißes anstelle von kaltem Wasser zu verwenden, um den Gefriervorgang zu beschleunigen. Dieser Ratschlag ist auf den Mpemba-Effekt zurückzuführen, der aussagt, dass heißes Wasser schneller gefriert als kaltes.

Allerdings hat das Phänomen bei der Herstellung von Eiswürfeln praktisch keinerlei Auswirkungen. Es ist also egal, welches Wasser du benutzt.

Eiswürfelmaschine

Du möchtest nicht mehrere Stunden auf deine Eiswürfel warten? Oder brauchst du dringend Nachschub für deine Party? Dann ist eine Eiswürfelmaschine die richtige Wahl für dich. Mit ihr kannst Eiswürfel am schnellsten zubereiten. Dieses Gerät sorgt dafür, dass du in 10 Minuten mit einer neuen Ladung Eis versorgt bist.

Im Allgemeinen musst du den Eiswürfelbereiter lediglich mit Wasser füllen. Den Rest erledigt die Maschine für dich. Im Inneren des Geräts befindet sich mehrere Kühlstäbe, die in Kombination mit einem Kompressor das Wasser zu Eis gefrieren lassen. Am Ende fallen die Eiswürfel in einen Behälter und sind bereit zum Servieren.

Mehr Infos bekommst du in unserem Eiswürfelmaschinen Test.

Eiswürfel direkt aus dem Kühlschrank

Foto eines Kühlschranks mit einem Eiswürfelspender

Mittlerweile gibt es auch Kühlschränke mit einem integrierten Eiswürfelspender. In der Regel ist das bei den sogenannten Side by Side Kühlschränken der Fall. Dabei funktionieren sie ähnlich wie ein Eiswürfelbereiter.

Je nach Modell besitzt der Kühlschrank einen Wassertank oder einen Festwasseranschluss. Von dort aus wird das in das interne Kühlgerät weitergeleitet und zu Eis verarbeitet.

Der Vorteil ist, dass der Kühlschrank Eiswürfel auf Vorrat produziert. Durch eine Öffnung an der Tür fällt das Eis schließlich ins Glas. Zusätzlich zu normalen Eiswürfeln können die meisten Geräte noch Crushed Eis zubereiten.

Klare Eiswürfel sehen schicker aus

Foto eines trüben Eiswürfels

Die durchsichtigen Eiswürfel kennst du bestimmt aus Cocktails. Aber wie stellt man sie zu Hause her? Wahrscheinlich sind deine Eiswürfel immer milchig, wenn du sie aus dem Gefrierfach holst. Das liegt an den Luftbläschen in Inneren des Eises, denn sie sind für die trübe Farbe verantwortlich.

Grundsätzlich haben durchsichtige Eiswürfel zwei wesentliche Vorteile. Zum einen schmelzen sie deutlich langsamer, sodass dein Getränk länger kühl bleibt. Des Weiteren schmecken sie neutraler, da sich keine Verunreinigungen im Eis befinden.

Foto von mehreren klaren Eiswürfel mit einer Limette im Glas

Um wirklich kristallklare Eiswürfel zu bekommen, müssen wir also verhindern, dass sich Unreinheiten im Eis einschließen. Hierzu benötigst du einen isolierten Behälter, beispielsweise eine Campingbox. Achte insbesondere darauf, dass die Box in deinen Kühlschrank passt. Der Deckel sollte sich ebenfalls leicht abnehmen lassen.

Im ersten Schritt füllst du die Box zu 3/4 mit Leitungswasser. Ein wenig Spielraum ist wichtig, da sich das Wasser beim Einfrieren ausdehnt. Danach stellst du die Box für mindestens einen ganzen Tag in die Gefriertruhe.

Während das Wasser nun von oben nach unten gefriert, setzen sich die Verunreinigungen am Boden ab. Auf diese Weise trennt sich das glasklare von trüben Eis.

Wenn du den Eisblock am nächsten Tag aus der Box holst, wirst du den Unterschied sehen. Wundere dich nicht, wenn das Wasser unten noch flüssig ist. Du kannst es einfach abgießen, weil wir es nicht mehr benötigen.

Den fertigen Block kannst du jetzt nach Belieben in kleinere Eiswürfel schneiden. Das geht am besten mit einem Brotmesser.

Zunächst ritzt du den Eisblock mit dem Messer an der gewünschten Stelle an. Daraufhin nimmst du einen Hammer zu Hand und schlägst das Messer wie ein Meisel in das Eis. Es sollte dann ein relativ gerader Schnitt entstehen.

Bei Bedarf lässt du die scharfen Kanten etwas wegschmelzen und fertig sind die klaren Eiswürfel.

Crushed Ice

Foto von Crushed Ice in mehreren Getränken

Wie der Name schon sagt, handelt es sich bei Crushed Ice um zerkleinertes Eis. Dieses ist ebenfalls populär, wenn man Drinks verfeinern möchte. Generell hast du mehrere Optionen, um Crushed Ice herzstellen.

Am einfachsten geht das mit einem Eiscrusher. Genau genommen füllst du die Eiswürfel in die Maschine, die das Eis anschließend in kleine Stücke zertrümmert. Unter den Eiscrushern findest du sowohl elektrische als auch manuelle Modelle. Als zweite Möglichkeit zu einem Eiscrusher bietet sich ein Standmixer an.

Alternativ kannst du das Eis per Hand zerkleinern. Dafür benötigst du lediglich ein Handtuch, ein Küchenbrett und optional einen Hammer. Zuerst wickelst du die Eiswürfel in das Küchentuch, sodass ein Beutel entsteht. Im Folgenden zerschlägst du das Eis mit dem Hammer oder einem anderen schweren Gegenstand auf dem Brett.

Im Gegensatz zu normalen Eiswürfeln schmilzt Crushed Ice ziemlich schnell. Durch die vielen kleinen Bruchstücke ist die Oberfläche sehr groß, sodass sich das Eis nach kurzer Zeit im Wasser löst.

Der Vorteil von Crushed Ice ist, dass dein Drink deutlich schneller abkühlt. Auf der anderen Seite wird das Getränk durch das schmelzende Eis stark verdünnt. Verwende also nicht zu viel von den zerkleinerten Eiswürfeln.

Whiskysteine als Alternative

Foto von mehreren Whiskysteinen aus Edelstahl neben einem Trinkglas

Falls du vermeinen möchtest, dass dein Getränk verwässert wird, raten wir dir zu sogenannten Whiskysteinen. Diese Kühlsteine haben die gleiche Funktion wie Eiswürfel, nur schmelzen sie nicht.

Bei Whiskysteinen kannst du dich zwischen Würfeln aus Edelstahl oder Naturstein entscheiden, wobei die Variante aus Edelstahl besser kühlt. Genauso wie Eiswürfel legst du die Steine für einige Stunden ins Eisfach.

Nachdem das Metall angefroren ist, kannst du sie ins Glas einlassen. Achte darauf, dass du die Steine nicht hineinwirfst, weil du ansonsten das Glas beschädigen könntest. In den meisten Fällen ist eine Zange im Set enthalten, mit der du die Whiskysteine behutsam absetzt.

Whiskysteine vereinen gleich mehrere Vorteile. Zum Beispiel sind sie nach dem Gebrauch sehr leicht zu reinigen. Dabei sind die meisten Steine für die Reinigung in der Spülmaschine geeignet.

Ein weiterer Pluspunkt ist, dass du Whiskysteine praktisch beliebig oft benutzen kannst. Es sind sozusagen wiederverwendbare Eiswürfel. Leider kühlen sie aber nicht so stark wie herkömmliches Eis.

Getränke im Eiswürfelbehälter kühlen

Foto von vielen Eiswürfeln und einer Eiswürfelschaufel in Eiswürfeleimer

Wo bewahrt man Eiswürfel während eine Party an besten auf? Im Gefrierfach wäre es relativ umständlich, weil du für jeden neuen Drink zum Kühlschrank laufen müsstest. Die Lösung ist ein Eiswürfelbehälter. In ihm kannst du Eiswürfel außerhalb des Kühlfachs aufbewahren, ohne dass sie direkt schmelzen.

Um das Eis vor Wärme zu schützen, sind die Behälter oftmals mit einem Deckel ausgestattet. Weiterhin sind einige Modelle isoliert, um eine niedrige Temperatur im Kübel aufrecht zu erhalten. Größere Eisbehälter eignen sich auch zum Kühlen von Flaschen.

Fazit

Unterm Strich sind Eiswürfel in Getränken vielseitig einsetzbar. Ob als Würfel, Kugel oder Crushed Ice, an heißen Tagen wird dein Getränk zur absoluten Erfrischung. Experimentiere auch ruhig mit anderen Zutaten als Wasser. Beispielsweise kannst du aus Fruchtsaft farbige Eiswürfel herstellen, die gleichzeitig noch gut schmecken.

Auf jeden Fall lohnt es sich, sein Eis selber zu machen. Mit einer Eiswürfelform oder einer Maschine bist du sehr flexibel, wenn es um die Menge geht. Hast du alle Tipps beachtet, bist du für die nächste Party bestens gerüstet.